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Doudleby - Geschichte

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Doudleby wurde als fürstliche Residenz im 9. Jahrhundert gebaut und wurde nicht nur zu ständigem Sitz des Fürsten und dessen Gefolgschaft, aber auch zu einem militärischen, administrativen, wirtschaftlichen und kirchlichen Zentrum.

Im l0. Jahrhndert wurde an der Stelle der heutigen Kirche, Pfarre, des Friedhofs und Pfarrhausgrundes sinnvoll eine Fliehburg gebaut, deren Zugang zwei kleinere Vorburge verteidigten. Die Herren über Doudleby waren im l0. Jahrhundert das Haus Slavníkovci. Im Zusammenhang mit der Bestimmung von Randburgen des herrschenden Hauses, führt der Chronikschreiber Kosmas zum Jahre 981 auch die Stadt, dh. Gauburg Doudleby an.Am Ende des 10. Jahrhundert wurde das Haus Slavníkovci durch Mord ausgerottet und Doudleby überging in Hände der herrschenden Primisliden.

Mit der Gründung von Budweis ging jedoch die Monopolstellung des Gaues Doudleby nieder, denn alle Verwaltungsämte wurden nach dem Jahre 1265 in die neu gegründete königliche Stadt übertragen. Doudleby geriet ins Privateigentum des in Südböhmen verbreiteten Edelmannhauses Cipínovský, von dem sich der Èenìk seit 1291 "von Doudleby" nannte. Das Haus Doudlebský herrschte dort bis 1522, wann Petr, der Hauptmann an der Krumauer Herrschaft seinen Anteil an Wladyka Metelský verkaufte, und der verkaufte es wieder im Jahre 1543 an die Stadt Budweis. Den zweiten Teil kaufte im Jahre 1575 die Herrschaft von Tøeboò (Wittingau).

So gerieten nicht nur Doudleby, aber auch Straòany, was ein Dorf der Abhangleute, dh. Leute, die im Dorf im Abhang wohnen, bis 1849 in Haltung der Städte Budweis und Tøeboò. Es lässt sich sagen, dass schon in der Zeit des Fürsten Wenzel im Gausitz in Doudleby ein Tempel gebaut wurde, sicher aber ist, dass schon im Jahre 1143 in Doudleby ein Pharrhaus war und der Pfarrer war gleichzeitig der Dekan (Vikar) für Südböhmen. In der l4. Jahrhundert gehörte unter seine Verwaltung 49 Benefizen /Pharrhäser/. Die Reformationswelle rührte die Dechantei von Doudleby wenig, es blieben dort die meisten Priester an den Pharren.

Die Hl. Winzent-Kirche ist gleichzeitig der Geburt der Jungfrau Maria eingeweiht. Am ältesten sind die Sakristei und das Presbyterium. Sie sind gotisch, von der ersten Hälfte des l4. Jahrhunderts, das Schiff und das südliche Portal sind spätgotisch vom Jahre 1494. Das Schiff der Kirche wurde im Jahre 1707 barokisiert und gleichzeitig wurde der Turm vom Peter de Maggi gebaut. Der Hauptaltar des Hl. Winzent und der seligen Jungfrau Maria ist mit Statuen des Hl. Johannes des Täufers, Hl. Joachims, der Hl. Anna und des Hl. Zacharius besetzt. Über dem Tabernakel war Tafelbild der Madonna mit Kind, die sogenannte Madonna von Doudleby von einem unbekannten Meister in der Zeit um 1420 gemalt. Es wurde an beiden Seiten der Tafel bemalt und während der Reparatur in Wien im Jahre 1907 wurde das Bild von der zweiten Seite fachlich abgetrennt, und so entstand noch das zweite selbständige Bild "Anbetung des Jesuskindes in der Krippe".

Das Original der Madonna wurde der Nationalgalerie in Prag zu Studien- und Ausstellungszwecken verliehen und wurde dort auch deponiert. Am Altar ist heute eine sehr gelungene Kopie vom 1978, die in den Werkstätten der Nationalgalerie angefertigt wurde. Über die Madonna befindet sich das Bild des Hl. Winzent, es geht um ein Ölgemälde auf Leinwand im verglasten Rahmen.

Am Nebenaltar der Hl. Barbara ist ein Altarbild der Hl. Barbara in Öl auf Leinwand, darüber befindet sich ein Bild der Hl. Anna. An der Taberkaule gibt es eine Statue des Hl. Leonardus. Am zweiten Nebenaltar ist ein Bild des Hl. Winzent, darüber befindet sich ein Bild der Hl. Familie, beide sind Ölgemälden. Die Kanzel wurde aus Holz geschnitten, mit einer Engelstatue, die eine Tafel mit zehn Gottesgeboten haltet. In der Sakristei wurden im Jahre 1904 uralte gotische Fresken vom Ende des l3. Jahrhundert und Anfang des l4.Jahrhundertblossgelegt. Sie stellen die Herrengeburt, einen Herde weidenden Hirten und drei Könige mit Geschenken dar. Die Fresken im Presbyterium sind jünger und bisher wurden sie nicht blossgelegt. Im linken Schiffteil ist eine gotische Statue der Pietät, die aus der Zeit nach dem Jahre 1500 stammt. Die Steinstatue der Pietät, die sich vor der Kirche befindet, stammt aus der ersten Hälfte des l8. Jahrhundert. Das Tor vor der Kirche ist im Stil des Ludwig des XVI. und wurde im Jahre 1981 erneut. Die Grabsteine in der Kirche stammen aus der Spätgotik und Renaissance aus den Jahren 1521 bis 1541. Die Zweimanualorgel wurde im Jahre 1944 vom Orgerbaumeister František Šurát aus Budweis gebaut. Der Barockschrank blieb von der alten Orgel.

Das Kirchedach wurde im Jahre 1974 repariert und im Jahre 1996 wurden neue Dachtraufen angefertigt und sämtliche Klempnerarbeiten in Kupferblech durchgeführt. Gotische Fresken in der Sakristei warten noch auf ihre Erneuerung.